Der Turm der Pfarrkirche in der Eurostadt Gubin-Guben
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Viele Bewohner Gubins und Gubens verfolgen mit Interesse die Sanierungsarbeiten am Turm der Stadt- und Hauptkirche.
Maßarbeit. Dekorative architektonische Strukturen und neue Fenster im gotischen Stil reflektieren das Licht.
Drei der vier großen Fenster sind bereits eingebaut.
Dr. Barbara Bielinis-Kopeć, Landeskonservatorin des Lebuser Landes, konnte sich bei ihrem kürzlich
stattfindenden Besuch auf der Baustelle von der hohen Qualität der Sanierungsarbeiten überzeugen.





Fot. 1 - Architekt Piotr Daraszkiewicz bei der Arbeit.

Seit dem Beginn der Renovierung des Turmes im Jahr 2011, organisiert die Investitionsabteilung der Stadt Gubin regelmäßige
Treffen, wo Vertreter des Investors, Unternehmer und Experten die laufenden Arbeiten inspizieren und diskutieren.
So war es auch am 1. Oktober 2012, aber diesmal mit der Möglichkeit unter Führung der Baumanagerin Frau Konieczyk
in den Turm zu gelangen und alle Etagen zu besichtigen.

 

Fot. 2 - Bauratsbesprechung am 1.10.2012, K. Olifirowicz-Kalinowicz, Dr. B. Bielinis-Kopeć, P. Daraszkiewicz, D. Konieczyk

Während des Treffens wurden eine Reihe von Fragen zur Instandhaltung des Gebäudes diskutiert. Bis heute sind im Turm
wieder alle Etagen auf historischem Niveau, eine interne Treppe und die Fenster installiert. Vor Beginn der Arbeiten wurden
zahlreiche Forschungen zur Erhaltung des Denkmals durchgeführt. Bestandteil dieser Forschungen war auch die archäologische
Arbeit und Dokumentation unter Aufsicht von Dr. Jaroslaw Lewczuk.
Derzeit wird an den Installationen der elektrischen Anlage und des externen Treppenhauses gearbeitet.






Fot. 3 - Außenansicht des externen Treppenhauses.

Ein starkes Interesse und Engagement vieler gesellschaftlicher Gruppen bei der Realisierung des Projektes ist Basis der Zusammenarbeit.
Kulturelle und wissenschaftliche Aktivitäten, die begleitend zur Sanierung des Turmes organisiert werden, sind für viele
Interessengruppen Motivation mitzumachen. Der Wiederaufbau des wichtigsten Gebäudes der Stadt ist eine Zusammenarbeit
von Denkmalpflegern, Wissenschaftlern, Politikern, Menschen aus Gubin und Guben - Vertretern aller Altersgruppen aus Polen und Deutschland.



Fot. 4 - 29.09.2012. B. Bartczak und G. Quiel begrüßen die 20 Teilnehmer der Jubiläums-Konferenz der Arbeitsgemeinschaft der deutschen und polnischen Kunsthistoriker und Restauratoren

Bürgermeister Bartłomiej Bartczak, legte dar, dass das Projekt positiv von den Fördermittelgebern bewertet wurde. Die Organisation von
Aktivitäten rund um die Stadt- und Hauptkirche und die kürzlich durchgeführte Konferenz der Europa-Universität Viadrina dienen als
Vorbild zum Schutz der Denkmäler in der deutsch-polnischen Grenzregion und helfen den Bewohnern sich mit ihrer Stadt und ihrer Region zu identifizieren.
Im Rahmen des Projektes „Sanierung des Turmes der Hauptkirche in der Eurostadt Guben-Gubin“ wird der Turm im Juni 2013 zum touristischen
„Frühlingsfest an der Neiße“ eröffnet werden.

Text: Anna Dziadek, Übersetzung: Thomas Göttlich, Korrektur: Monika Wachsmann